1971 erblicke ich das Licht der Welt in Hürth bei Köln. Meine Mutter und meine Oma freuen sich, mein Vater und mein Opa hätten lieber erstmal ein männliches Familienmitglied bekommen. Man hört oft, dass Kinder schon sehr früh sagen, was sie mal werden wollen. Bei mir ist das anders – ich sage heute dies und morgen das und kritzele ganz viele unterschiedliche Dinge in diverse Poesiealben. Auch später fühle ich mich immer ein wenig lost, wenn es um den Beruf geht. Ich könnte Innenarchitektin, Zellbiologin oder Fremdsprachenkorrespondentin werden – ich habe an so vielen Dingen Spaß, kann vieles ein bisschen, manches nur halb und es fällt mir schwer mich zu entscheiden. Hier sind nun die Stationen meines Lebens, wie aus „Wer bin ich und was mache ich in dieser Welt“ die Coachin für Empowerment und Selbstliebe wird, die ich heute bin.

  1. 1977: Mein Vater wird ausgezogen
    Das ist meine erste, bewusst erlebte und langfristig prägende Erfahrung. Nicht so sehr, weil mein Erzeuger die Familie verlässt – nein. Hier bilde ich mir Glaubenssätze, die mich lange beeinflussen. Da er sich lange Zeit nimmt, sämtliche Nachbarinnen gut kennenzulernen, finde ich später viele Überzeugungen, die kein gutes Bild über Männer ergeben. Und auch nicht über mich selbst – tschüss Selbstvertrauen und Selbstliebe. Aber zu dem Zeitpunkt ist mir das natürlich noch gar nicht klar.
Ein kleines Mädchen im blau karierten Dirndl und weißer Strumpfhose mit einem Oster Körbchen.
Mit 3 Jahren groove ich mich schon auf meine Zukunft in Bayern ein.
  1. 1981: Der 1. von über 30 Umzügen
    Mein erster Umzug mit meiner Mutter, meinem Stiefvater und meinem ersten Bruder von zwei bringt mich weg aus dem schönen Rheinland nach Ostwestfalen.  Ich komme in die 4. Klasse und bringe Schwung in die Bude – noch sehr lange lachen alle Mitschüler Tränen über meinen Dialekt 😉 Ich scheine von Anfang an nicht so verwurzelt zu sein, denn ich bringe es durch die Umzüge immerhin auf 2 Grundschulen und 3 Gymnasien. Ausmisten und Loslassen sollen mich weiter begleiten – mit über 35 Umzügen im In- und Ausland fällt mir das immer leichter.
  2. 1991: Abitur und keine Ahnung, wie es weiter geht
    Zu dem Zeitpunkt bewundere ich sie: die Mitschüler, die genau wissen, was sie machen wollen. Der eine Arzt, die andere Architektin. Die haben einen super Start für ihren roten Faden im Lebenslauf.  Ich weiß immer nur, was ich nicht will. Das bringt mir ein paar quälende Monate – wertvolle Tipps erhalte ich von allen Seiten.  Gott sei Dank habe ich meine beste Freundin Gabi – heute Gesundheitscoach in der Schweiz. Eines ist mir aber klar: Ich will unbedingt ins Ausland. Von der Ausbildung als Hotelfachfrau verspreche ich mir genau das.
Zwei junge Frauen mit Zigarette machen Quatsch und haben Spaß im Kinderzimmer.
Damals hatte ich es noch nicht so mit der Sichtbarkeit.
  1. 1995: Adios Hotel
    Es folgen 3 Jahren Ausbildung in einem Hotel – mit reichlich Arbeitsstunden, Schichten und wenig Trinkgeld. Das steckt sich immer der Oberkellner ein. Danach will ich in die große weite Welt und bekomme einen Job in der internationalen Sheraton Hotelkette in München. Von dort aus wird es doch bestimmt klappen mit dem Ausland. Auch hier das gleiche Spiel: viel Arbeit, 16h-Schichten und miese Bezahlung. Und für einen Job im Ausland soll ich erstmal ein paar Jahre Erfahrungen sammeln. Meine Wohnung in München kann ich mir nur durch einen zusätzlichen Job bei einem Catering Service leisten. Das macht zwar Spaß, aber irgendwann denke ich mir: „Äh, ich habe doch Abitur. Wieso tue ich mir das hier eigentlich an?“
  2. 2000: Endlich ins Ausland
    Wie alle, die nicht wissen was sie studieren sollen, fange ich ein BWL-Studium an. Der Europäische Studiengang Management soll mich ins Ausland bringen. Aber vorher kommt natürlich noch ein Umzug – es geht nach dem Grundstudium von Trier nach Bielefeld. Von hier aus klappt es endlich: Spanien ich komme. 10 Monate Hauptstudium und 5 Monate Arbeit bei der Handelskammer in Barcelona. Ich bin hin und weg – fühle mich pudelwohl unter Katalanen und Spaniern und will gar nicht wieder weg.
  3. 2002: Karriere in der Automobilindustrie
    Mein 1. Job nach dem Studium führt mich wieder nach München. Als Projektkoordinatorin in der Automobilindustrie plane ich meine Karriere – ich bin ja ehrgeizig und will auf jeden Fall was werden :). Unser Personalleiter unterstützt zwar gerne die Männer bei ihrem Weg nach oben – mir redet er das aber aus. Da sind sie wieder – Bilder und Glaubenssätze über Männer, die Frauen klein halten und ausbremsen wollen. Und auch die Überzeugungen über mich – meinen Wert bzw. fehlenden Wert. Eine andere ‚Karriere‘ zeigt sich dafür schon früh: viele Jahre bin ich nebenbei die Coachin meiner Freunde. Daniela nennt mich sogar ihren Guru – ich würde immer so weise Sachen von mir geben. Heute ist sie erfolgreich selbstständig mit ‚Körperorientiertem Coaching‘.
  4. 2011: der große Umbruch
    Der Job als Projektkoordinatorin macht Spaß – irgendwann bin ich aber nur noch ausgelaugt und unerfüllt. Auch die vielen Rucksackurlaube in Asien und Südamerika können das nicht mehr kompensieren. Ich bekomme eine Depression, dazu diverse Krankheiten. Ärzte können mir nicht helfen, haben aber super Tipps: Für meinen einen Reizdarm soll ich Flohsamen essen, haha. Wie es immer so ist – unbefriedigende Erfahrungen können ein Geschenk sein. Ich lerne alternative Heilmethoden kennen: TCM, Ayurveda, Meditation, Yoga, Reiki, ThetaHealing. Mir wird klar: Mein Kopf ist gut beschäftigt, mein Herz und meine Seele sind unerfüllt. Ich reduziere auf eine 4-Tage Woche und arbeite intensiv mit meinem spirituellen Mentor David Ashworth. An dem freien Tag biete ich ThetaHealing Sitzungen an. September 2011 gebe ich meine Kündigung ab – yes, endlich frei!
  5. 2012: Evolution Coaching 
    Meinen Gang zum Arbeitsamt bereite ich mental gut vor. Der Berater sagt mir: „Sie haben doch gar keine Zeit sich zu bewerben, wenn Sie sich selbstständig machen wollen. Ich nehme sie aus der Vermittlung, Sie bekommen Arbeitslosengeld und bereiten Ihre Praxis vor.“  Meine Manifestationen sind erfolgreich. Ich starte Evolution Coaching in einem ganzheitlichen Frauenarztzentrum im Zentrum von München. Meine 1. Klientinnen kommen über die Praxis. Ich darf Frauen unterstützen – z.B. bei unerfülltem Kinderwunsch, Selbstliebethemen, dabei in ihre Kraft zu kommen und ihre Berufung zu finden.
  6. 2016: Meine Lebensaufgabe wird klar
    Die erste Zeit biete ich nur ThetaHealing an. In Einzelsitzungen helfe ich Menschen ihre unbewussten Blockaden zu lösen, als Instructor in den Seminaren zeige ich ihnen, wie sie es für sich selbst anwenden können.  An meiner eigenen Evolution arbeite ich weiter mit David – ich fühle mich innerlich angetrieben die ‚beste Version meiner Selbst‘ zu werden. Ich möchte in meine Power kommen und alles auflösen, was mich davon abhält. Seit 2013 schlägt mein Herz für die Arbeit mit dem Emerald Heart Light und 2016 kommt das Divine Plan Healing dazu. Das letztere bringt mich zu (einer) meiner Lebensaufgabe(n). 2020 werde ich das Heilsystem übernehmen – und dafür verantwortlich sein, es ist in Welt zu bringen.
  7. 2019: Der Umzug ins Wohnmobil
    Als Coach arbeite ich von Anfang an schon über die Ferne. Ich merke: online ist total mein Ding. Ich träume davon zu 100% ortsunabhängig zu leben und zu arbeiten – mein Lebenspartner ist immer noch in der Automobilindustrie und an München gebunden. Wir haben ein kleines Wohnmobil und während unserer Fahrten zu den Familien in NRW und den Urlaubsfahrten im Ausland, teste ich das mobile Arbeiten. Sehr plötzlich ändert sich auch sein Weg – Burnout und Depression geben ihm die Möglichkeit sich neu zu erfinden. Er macht sich als Social Media Manager selbstständig. Nach über 30 Umzügen folgt vorerst unser letzter – wir räumen unsere Wohnung im Norden von München und verkaufen unser kleines Wohnmobil. Wir ziehen mit unserem Hund Lucy in ein größeres Teil – es hat Platz genug für 2 digitale Nomaden. Endlich haben wir die Freiheit, überall da zu sein, wo es uns hinzieht.
Eine junge Frau mit Apple Computer sitzt im Eingang vom Wohnmobil.
Leben und arbeiten im Wohnmobil.
  1. 2022: Heute bin ich Coachin für Empowerment und Selbstliebe
    10 Jahre selbstständig – was für ein Geschenk. Ich kann sehr gut von meinen Trainings, Kursen, Mentor- und Einzelsitzungen leben. Juli 2021 gewinne ich die Erkenntnis, dass ich von ThetaHealing loslassen muss – sonst kann ich der Verantwortung für das Divine Plan Healing nicht gerecht werden. Ein Schock und gleichzeitig eine Befreiung. Bisher hatte ich keine Probleme mit Sichtbarkeit, nach ThetaHealing wird oft gesucht und durch SEO bin ich als Expertin gut zu finden. Jetzt muss ich raus aus meiner Komfortzone und aktiv etwas tun. Für eine bessere Sichtbarkeit starte ich 2021 bei Marike von ‚Was Journalisten wollen‘ das Populär-Programm. Im Mai 2022 schafft es Judith Peters von Sympatexter in ihrer Challenge ‚Boom Boom Blog 2022‘ uns Teilnehmer so zu motivieren, dass wir unseren Perfektionismus sausen lassen und einfach schreiben. Das Ergebnis liest du hier: Wie ich wurde, was ich bin.